28. Februar 2026

Tag 16-17: Cù Lao Chàm

Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht. Die Schiffe fahren und wir können mit einem langsamen Holzboot, natürlich für den gleichen Preis wie für das Schnellboot, nach Cù Lao Chàm übersetzen. Die Cham-Inseln sind bekannt für ihre Meeres- und Naturschutzgebiete, weswegen ironischerweise während der Hauptsaison täglich massig Menschen morgens hingebracht und abends wieder abgeholt werden. Das erfahren wir allerdings erst als wir schon da sind. Wir reisen ja außerhalb der Saison und finden uns somit in einem kleinem Fischerdorf wieder, das völlig irritiert von uns ist und wir sind wiederum irritiert vom Militär und was der Status "Schutzgebiet" wohl bedeuten könnte. Schließlich kümmert sich außerhalb der Saison auch niemand um den ganzen Müll an den Stränden und alles abseits davon, wie ein riesiger chinesischer Tank, angespült auf den Steinen, aus dem wir Gas entweichen hören. Trotzdem finden wir uns zurecht, schauen uns die Strände an, bauen Sandburgen, wandern um die halbe Insel bis zum Leuchtturm, wo uns Bauarbeiter aus einem Unwetter aufsammeln und wir erkunden natürlich jede Ecke der winzigen Insel. Nahe des Hauptdorfes lungern tagsüber die Affenfamilien und nehmen sich hier und da Snacks, die gerade unbewacht sind. Im Süden gibt es ein zweiteres kleines Dorf vor dessen Tal große halbfertige Betonbauten aus dem Dschungel ragen - Ein riesiger Komplex nie weitergebauter Ferienhäuser. Am nördlichsten Strand wiederum finden wir ein seit vielen Jahren beinah fertiggestelltes und seither verlassenes Resort, eine ausgehungerte Hundedame spaziert dort am Strand entlang und wirkt etwas nervös. Es dauert nicht lang, bis wir einen kleinen Schatten unter eines der Strandhäuser stolpern sehen und so ihren ganzen Wurf finden. Die stolze Hundemama hat ganze neun neugierige Welpen zu versorgen und wir können nicht anders als uns dem ein bisschen anzunehmen und ihr Reis und Eier sowie den Kleinen Kokoswasser zu servieren. Vor allem die Kleinen schließen wir sofort ins Herz. Sie sind noch nicht so alt und vermutlich auch noch nicht so vielen Leuten begegnet, denn hier runter kommen täglich nur eine Handvoll Fischer und ziehen direkt weiter zu den Klippen. Doch die Neugier und die Lust auf Kokoswasser überwiegt. Die Hundemama lässt uns gewähren. Anfangs beobachtet sie uns noch, irgendwann zieht sie derweil los und sucht vermutlich nach Futter.  















26. Februar 2026

Tag 15: Hội An

 Das Ende von 2025 feiern wir am Meer. Mit dem Zug fahren wir nach Hoi An und checken ungeplant für den Jahreswechsel in ein sehr gutes Hotel ein, mit Pool, Teeempfang, einem betagtem Hund in der Lounge und vor allem Leihrädern, die wir uns direkt nach Ankunft schnappen, um den Hafen und den Strand auszuchecken. Eigentlich wollten wir Silvester bereits auf der Insel Cù Lao Chàm sein. Doch es ist Nebensaison und die Fähren fahren anstatt morgens und nachmittags nun nur einmal am Tag. Wir sind schon in Kontakt mit dem Homestay auf Cù Lao Chàm und bekommen die Nachricht, dass bei schlechtem Wetter die Fähre möglicherweise nicht fährt. Am Hafen wird uns aber gesagt, dass die Fähre am nächsten Tag fahren wird und wann genau wir da sein sollen - sehr früh am Morgen - sodass wir das neue Jahr um Mitternacht nur kurz begrüßen, uns glücklich schätzen, fernab der Böllerhölle in den deutschen Innenstädten zu sein und nach super leckerem Abendessen und Snacks am Strand direkt ins Bett fallen.






24. Februar 2026

Tag 12-14: Huế

 Nach 1,5 Wochen im Norden wird es endlich Zeit, dass wird ins Warme kommen. Mit dem Nachtzug fahren wir von Hanoi aus in die alte Kaiserstadt Hue in Zentralvietnam. Es ist natürlich klar, was wir uns hier zuallererst anschauen - Die Zitadelle und den Kaiserpalast. Der Komplex ist riesig und wunderschön, sodass wir beinah den ganzen Tag dort verbringen. Am nächsten Tag geht's sportlich weiter. Wir leihen uns Räder und stürzen uns in den Verkehr. Wir fahren zunächst zu der Tempelanlage der Theravada-Schule mit Pagode (Chùa Thiền Lâm, Chùa Từ Hiếu, sowie Chùa Diệu Nghiêm). Anschließend geht es entlang des Handwerkdorfes für RäucherstäbchenThuy Xuan weiter zum verlassenen Wasserpark am Hồ Thuỷ Tiên von dort aus bahnen wir uns noch wildere Wege durch die Umgebung und fahren am Abend zurück in die Innenstadt.