Was war das diesmal für eine stürmische Begrüßung? Ich hätte nicht gedacht, dass du mich gleich so arg ins kalte Wasser schubst. Klar, du macht, was du halt so machen musst und ich kann es dir nicht übelnehmen. Ein holpriger Start ist ohnehin völlig ok für mich. Ich möchte lieber spazierend ans Ziel kommen, anstatt einen Sprint hinzulegen. Lieber gut vorbereitet sein, die Zwischenstationen im Blick haben, aber nicht verpassen, wie schön die Gräser am Feldrand im Wind wehen und die Märzenbecher blühen.
Well, natürlich will ich Neues ausprobieren, mich dorthin wagen, wo es unbequem ist. Doch mir ist aufgefallen, dass es mir trotzdem manchmal fehlt, nachdenklich mit dem Fahrrad über die Landstraßen zu fahren, im Rasen zu liegen und bei random Covern irgendwelcher Indieartists in den Himmel zu schauen, weil ich gerade zu faul bin, etwas zu schaffen. Bitte schraube die Erwartungen an mich runter. Da ist nichts Großes, was wir dieses Jahr unbedingt schaffen müssen. Lass mir ein bisschen Zeit zum Atmen und Aufholen, was ich im letzten Jahr verpasst habe. Wir müssen uns nicht neu erfinden. Ich finde, wir können zuversichtlich und gemütlich durch die Monate schlendern als würde nirgends eine böse Überraschung auf uns warten und ein bisschen mehr genießen, was die Tage mit sich bringen. Die Mäuse am See beobachten, in der Hängematte den Kranichen lauschen und der Musik auf der Straße folgen... Du weißt, was ich meine.
Ja, die Krisen ziehen und häufen sich und das ist mir nicht egal, aber uns geht's meistens gut und da warten sicherlich auch viele schöne Dinge auf uns, die ich nicht missen möchte. Das ist das einzige, was ich mir von dir wünsche. Alles andere kommt eigentlich von allein. Aber keine Sorge, wir schaffen das schon.
Liebe Grüße,
Alexx
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